Podiumsdiskussion "Quo vadis Musikschule?" am 5. 5.

Die Zukunftswerkstatt Kreuzviertel e.V. in Münster lädt ein am Freitag, den 05. Mai 2017 um 18 Uhr in die Aula des Freiherr vom Stein Gymnasium, Dieckmannstr. 141 in 48161 Münster (Gievenbeck) ein.

Hierzu teilt die Zukunftswerkstatt mit (Auszug, vollständiger Text auf der NRW-Seite des DTKV):

Wegen der Abkoppelung der Honorarhöhen von tariflichen Vereinbarungen bei Angestellten sind durch die Inflation mit der Zeit prekäre Arbeitsverhältnisse entstanden, Doch finanzielle Spielräume sind für die meisten Musikschulen sehr knapp, und nicht selten ausgeschöpft. Ferner gibt es inzwischen grundsätzliche Gerichtsurteile, durch welche festgestellt wurde, dass die branchentypisch verbreitete Beschäftigung auf Honorarbasis tatsächlich Scheinselbständigkeit bedeutet. In Konsequenz dessen ist an einigen Musikschulen inzwischen bereits grundsätzlich wieder Abstand von diesem Beschäftigungsmodell genommen worden. Vor allen Dingen steht in Zeiten knapper Kassen aber eine politische Frage im Raum:

Ist eine flächendeckende Versorgung mit fachlich fundiertem Musikunterricht vor Ort gewollt?
Wer dies will, muss die Finanzierung der Musikschulen sicherstellen. Über Wege und Möglichkeiten
zukünftiger Musikschulsysteme diskutieren:
Prof. Ulrich Rademacher, Bundesvorstand des „Verband der Musikschulen“
Cornelia Sokoll, Vorsitzende des Landesverbandes NRW „Deutscher
Tonkünstlerverband“ (DTKV)
Petra Stalz, Mitglied des Bundesvorstandes

Christoph Berndt, Sprecher der Honorarkräfte an der Westfälischen Schule für Musik,
Münster
Robert von Olberg, Münster, Kandidat für den Bundestag, SPD
Christoph Kattentidt, Münster, Kandidat für den Landtag, Grüne
Ingola Stefanie Schmitz, Kulturpolitische Sprecherin der FDP Fraktion im Landtag NRW
Wir freuen uns, dass Arbeitsrechter Dirk Vogelsang (Bremen/ Frankfurt am M) als sehr
renommierter Experte anwesend sein wird.
Die Moderation übernimmt Ulrich Coppel.