Kooperationskonzert (DTKV Köln-Aachen/GZM Aachen) "Liebe auf den ersten Blick - Amore a Prima Vista“

07.​03.​2026 um Uhr

7.März 2026, 20:00 Uhr, Klangbrücke Aachen, Kurhausstraße 2, 52062 Aachen

 

Liebe auf den ersten Blick - Amore a Prima Vista

 

Kooperationsprojekt des DTKV Köln-Aachen in Zusammenarbeit mit der GZM Aachen 

mit grafischen Werken von Maurizio Kagel und Anestis Logothetis

   

Zwei Neue Musik-Ensembles treffen erstmalig aufeinander. Das gemeinsame künstlerische Thema: Grafische Partituren von Mauricio Kagel. Jedes Ensemble hat für sich das Stück Prima Vista“ von Mauricio Kagel erarbeitet. Nun begegnen sie sich in einem spannenden Setting. Das Publikum kann unmittelbar miterleben, wie aus den projizierten Dia-Bildern Musik entsteht und wie die Musik des einen Ensembles mit der Musik des anderen Ensembles in Dialog tritt, ihr ins Wort fällt, sie unterstützt oder konterkariert. Dabei ist nichts planbar, denn das Notenmaterial wird jeweils vom anderen Ensemble gesteuert. Das Konzert wird eröffnet mit zwei grafischen Kompositionen, in denen sich die beiden Neue Musik Ensembles jeweils vorstellen, bevor sie sich dann in „Prima Vista“ begegnen. 

 

Das Kölner Quartett interpretiert „Ludwig van, eine Metacollage von Maurizio Kagel, in der ausschließlich Musik von Beethoven erklingt, allerdings in unerwarteter Form, teils im Original, teils kaleidoskopartig collagiert, gespielt auf bekannten oder außergewöhnlichen Instrumenten mit den unterschiedlichsten Spielpraktiken. Auch Beethoven selbst kommt mit Brieftexten zu Wort. Die Musikerinnen präsentieren 50 Jahre nach Kagels Metacollage „Ludwig van“ die Musik der Vergangenheit als Musik der Gegenwart. Die Partitur besteht aus Abbildungen einer Inneneinrichtung, die mit Beethoven-Notenblättern beklebt sind. Was die Interpreten spielen, beruht auf deren subjektiver Wahrnehmung. 

 

Das Neue Musik Ensemble Aachen führt eine grafische Partitur von Anestis Logothetis, des in Ostrumenien geborenen Komponisten griechischer Herkunft, auf. Seine grafische Notation zeichnet sich durch einen hohen Grad an Systematik und Präzision aus. Im Gegensatz zu vielen offenen, eher assoziativen grafischen Partituren entwickelte Logothetis ein eigenes Zeichenvokabular, dessen Elemente relativ klar definierte klangliche Bedeutungen haben (z. B. für Dichte, Dauer, Intensität oder Bewegungsrichtung). Der Komponist verstand seine Notation nicht als bloße Inspiration, sondern als alternative, eigenständige Notenschrift, die zwischen traditioneller Notation und freier Grafik vermittelt.

Mitwirkende 

 

Köln: 
Irene Kurka - Sopran

Dorrit Bauerecker - Klavier/Akkordeon/Toypiano

Dorothee Haddenbruch - Klavier/Toypiano

Katharina Stashik - Saxophon

 

Aachen - Neue Musik Ensemble Aachen (NMEAC): 

Olaf Futyma - Flöten (Picc.Alt.Bass)

Regina Pastuszyk - Klarinette/Bassklarinette

Manou Liebert - Harfe

Theodor Pauss - Klavier/Synthesizer/Electronics

 

Veranstalter

Deutscher Tonkünstlerverband, Landesverband Nordrhein-Westfalen e. V.

Fuchsgang 18
45133 Essen

(+49 201) 4088503 Geschäftsstelle DTKV NRW

E-Mail:
dtkv-nrw.de